Sonntag, 24. November 2013

Daiwa Ryoga 2020 L Review

Daiwa Ryoga 2020 L - eine mehr oder weniger vom Wormshaft übers Gehäuse bis zur Freilauftaste aus Aluminium bestehende Rolle, ausgestattet mit der Maximalanzahl an Kugellagern welche sich halbwegs vernünftig in eine Rolle verbauen lassen. Je 2 an den Knobs, 2 an der Kurbelachse, 2 am Wormshaft, 2 an der Spule und nochmal 2 am Pinion. Sowie 1 Walzenlager und eine zusätzliche Rücklaufsperre. Also 12 Kugellager 1 Walzenlager.

Das ganze lässt schon erahnen das die Rolle einwandfrei läuft, sowie recht stabil wirkt, vom Auftreten her wie ein Panzer, hab ich nichts desto trotz in Abec 7 Lager investiert und das ganze mit einer leichteren RCS 2020 Spule aus einer Daiwa Z ergänzt. Gleiche Schnurfassung wie die Standardspule welche 2g mehr auf die Waage bringt - praktische Sache.

Mit der 17g RCS Spule ist es möglich Köder ab 10g auf sehr gute Weiten zu befördern. Muss es mal unter 10g sein, funktioniert das ebenso. Natürlich braucht niemand eine Ryoga wenn er Forellenangeln oder Barschangeln geht, aber es zeigt wie vielseitig (nach unten hin im Wurfgewicht) und hochwertig diese Rollenserie ist. Weiters liegt die Magnetbremse mit ihren 20 Einstellmöglichkeiten aussen, also kein öffnen der Seitenteile von Nöten wenn sich Wind/Wurfgewicht/Wurfstil usw. ändern sollten.

Den Einsatzbereich für welchen die Ryoga Rollenserie gebaut wurde, kann man grob mit Light-Jigging im Salzwasser sowie Heavy Cover beschreiben und das zeige ich am besten mit dem Produktvideo der Ryoga: http://www.youtube.com/watch?v=-ByI9tGPlQg

Salzwasserfest, Verwindungssteif, für hohe Kurbelkräfte ausgelegt - das zeichnet die Ryoga aus (egal welches Modell). Allesamt Eigenschaften welche fürs Jiggen gebraucht werden bzw. um dem Fisch keine/wenig Schnur zu geben und ihn von Hindernissen einfach wegzukurbeln. Starke Bremse oder hohe Schnurfassung Fehlanzeige. Die Bremse ist guter Durchschnitt, Schnurfassung ebenso für eine Rolle dieser Größe.

Die Bremse weist einen Klicker bei Schnurabzug auf, welcher sich aber entfernen lässt.

Sinnvoller Einsatzbereich in unseren Breiten: alle Köder welche anständig Druck machen sowie hohe Kurbelkräfte brauchen, weiters Heavy Cover. Ein zusätzlicher Aspekt ist der sehr langsame Schnureinzug des 5.1:1 übersetzten Modells.

Sinnvolle Upgrades wären evtl. Carbontex Washer - falls größere Fische das Ziel sind.

Ryoga 2020L mit ZPI Alu Knobs, Carbontex Washer, RCS 2020 Tuningspule, Abec 7 Spulenlagern






Sonntag, 17. November 2013

Carbontex Upgrade Shimano Antares 2012 und Metanium 2013

Hier noch eine kurze Anleitung wie das mit den Carbontex Washern bei der Shimano new Antares 2012 sowie new Metanium 2013 aussieht.

Bei der Antares würde ich das Upgrade im Neuzustand empfehlen da sich die Originalwasher in das Material des Hauptzahnrads fressen. Für beide Rollen kann je 1x Carbontex Washer Size #48 im Originalzustand sowie 1x #54 mit angepasstem Innendurchmesser verwendet werden.

Das Haupzahnrad der Metanium ist im Durchmesser deutlich größer als das der Antares - kurios, ist aber so. Ebenso sind die Originalbremswasher der Metanium deutlich größer - siehe Bild 1 rechts zum Vergleich.


Antares 2012




Metanium 2013



Carbontex Washer in Baitcast Rollen Daiwa Z 2020 HL und Ryoga 2020 L

Der Einbau gestaltet sich an sich nicht allzu schwierig, allerdings muss bei manchen Washern der Innendurchmesser mit Hilfe es Dremel Multi leicht erhöht werden. Die Bremskraft nach dem Umbau wird leicht steigen, der größte Vorteil ist aber der gleichmäßigere Schnurabzug sowie die gleichmäßigere Bremskraftsteigerung beim zudrehen der Sternbremse.

Hier die Infos wie das bei einer Daiwa Z2020HL sowie Ryoga 2020L aussieht.

Gebraucht wird jeweils 1x Carbontex Washer Size #48 sowie 1x #53. Bei #48 den Innendurchmesser mit Hilfe eines Dremel um etwa 1-2mm erhöhen bis er passt. #53 kommt in das Bronzegetriebe und passt exakt, #48 auf die Scheibe wo die Backup AR greift.

Drag Grease nicht vergessen, ebenso darauf achten das das Backup AR bei der Ryoga bzw. Z2020 wieder richtig installiert wird. Noch größere Carbonscheiben passen leider nicht. Am letzten Bild sieht man die Auswahl der Spulen für diese Rollenmodelle - 3 mögliche stehen zur Auswahl mit unterschiedlichen Gewichten sowie Schnurfassungen.


Daiwa Z2020HL



Ryoga 2020L



Carbontex Upgrades

...da die Firma Smoothdrag welche die sogenannten Carbontex Washer verkauft in den USA und mittlerweile auch in Europa recht bekannt ist, möchte ich das Thema Bremswasher einmal aufgreifen.

Diese Washer sind vergleichbar mit den Bremsbacken eines Autos - sie nutzen sich ebenso ab, sind allerdings aus weicheren Materialien sowie von runder Bauform. Sie werden in einer normalen Angelrolle zwischen den Stahl/Alubremsscheiben eingebaut und helfen den Fisch müde zu "bremsen". Die Washer der Firma Smoothdrag sind aus Carbon und auf der einen Seite grob auf der anderen fein bei den kleinen Durchmessern. Bei den größeren Washern sind beide Seiten grob.

Aber nun zum wesentlichen - man bekommt diese Washer in diveresen Größen für alle möglichen Rollen.

An einem Beispiel möchte ich erklären wie das in etwa aussieht. Man bestellt sich die passenden Washer - Kosten pro Stück etwa 3 Euro. Danach fettet man sie nach Möglichkeit leicht ein und baut sie statt den alten ein.

Das Ergebnis kann vielfältig sein, in meinem Fall - Stefan und ich haben uns die Carbontex für Süsswasser sowie Salzwasserrollen bestellt, ist die Bremskraft nach dem Umbau schon fast zu hoch.

Bei einer Stella 4000 des aktuellen Modells sieht es folgendermaßen aus:


  • Standard Filzwasher (siehe Bild) mit 1 Bremsknaufumdrehung (ZU) ab 0,1kg ergibt 1kg Bremskraft. In anderen Worten eine Umdrehung von quasi 0 Bremskraft weg bringt 1kg auf die Zugwaage.
  • Carbontex Carbonwasher (Größe #22, siehe Bild) mit 1 Bremsknaufumdrehung (ZU) ab 0,1kg ergibt 1,5kg Bremskraft. In anderen Worten ein Umdrehung von quasi 0 Bremskraft weg bringt 1,5kg auf die Zugwaage. (also mit Carbontex 50% Steigerung)

Hinzufügen möchte ich das die Carbontex Washer Size #22 die größten sind welche in die Stella 4000 FD/FE Rolle perfekt passen, die Bremskraftzunahme ist enorm im Fall der Stella 4000 (+50% etwa). Man sollte also acht geben beim zudrehen der Bremse sowie dicken Fischen. Ebenso haben wir noch 2500 Modelle damit ausgerüstet (ebenso max. mögliche Washergrößen)

Vorteile Carbontex:

  • mehr Bremskraft bei gleichem Druck der Scheiben
  • längere Haltbarkeit als Filzwasher
  • relativ günstig, schnelle Lieferung im Gegensatz zum Hersteller-Ersatz
  • ruckfreier als viele günstige Lösungen welche man in so mancher Rolle findet

Nachteile Carbontex:
  • man verliert Garantie weil ausserhalb der Hersteller-Spezifikationen
  • Bremskraft kann je nach Modell deutlich schneller ansteigen als vor dem Umbau

Ich persönlich würde dieses Tuning fürs Süsswasser nur begrenzt empfehlen für Stationärrollen, am ehesten für Huchen/Wels. Sonst macht es meiner Meinung nach nur bei halbwegs stabil gebauten Salzwasserrollen Sinn.

Bei den anderen Rollenarten muss man abwiegen was man möchte. Für Finesse-Bremsen bei kleinen Stationärrollen würde ich bei gefetteten Filzwashern bleiben, um einen sanfteren Schnurabzug zu gewährleisten.

Hier noch der Link zur Firma: http://www.smoothdrag.com/

Möglichkeiten: Stationärrollen, Baitcastrollen, Multirollen, Fliegenrollen


Stella 4000 FE Bremse siehe Bild




Montag, 30. September 2013

Cabo San Lucas

...am 10. September war es endlich so weit, auf nach Wien mit 2 Kumpels und rein ins Flugzeug. Nach umsteigen in Madrid sowie Mexico City hat uns die Hitze fast erschlagen als wir nach etwa 40 Stunden endlich mehr oder weniger am Ziel angekommen sind. Das Penn Airline Rod Case ging schon beim Hinflug in Mexico City kaputt - irgendwie mit Tape und dank einem freundlichen Flugenhafenmitarbeiter repariert kam dann doch alles so an wie es sollte - Glück gehabt. Und dann gings auch schon los mit Angeln!


Penn Airline Rod Case - kaputt
 Sail im Drill - leider an einer uralt Penn rechtshand Multi, war klar das der Fisch genau auf die beisst.
 Sail unter Wasser
 Sail knapp vorm Boot
Bei der Landung
Misson erfüllt
El Arco mit Paryschiff
Mahi Mahi Schule
 Mahi Mahi im Drill
Mahi Mahis in der Futterspur
 Am Morgen im Hafen
 Hafen am Nachmittag
 Pelikane welche auf einen übriggebliebenen Köderfisch aus dem Livebait Tank hoffen
 Vogel mitten in der Hauptschnur, ja er hat gebissen beim befreien - unverletzt releast
 Granitsteinküste mit El Arco im Hintergrund
 El Arco gegen Abend
 Fütterungszeit für Pelikane
 Einer wollte ein Stück mitfahren
 Leguan vorm Hotelzimmer
 kleinerer Mahi Mahi
 Beim Uferangeln auf der Pazifikseite
 Uferangeln Sea of Cortez mit Guide Wesley
 Trompetenfisch gefangen in der Sea of Cortez
 Strand direkt beim El Arco (erreichbar nur mit Taxiboot)
 Am Morgen gehts raus auf See
 Köderfisch Verkäufer in der Hafenausfahrt
 Mahi Mahi kurz vor der Landung
 in etwa ein Tagesfang Mahi Mahis
 Light Tackle fischen auf Mahi Mahi, meine Lieblingscombo dafür siehe rechts im Bild
 Ein verirreter kleiner Yellowfin Tuna, leider der einzige den ganze Urlaub
 Mahi Mahi unter Wasser





Mittwoch, 1. Mai 2013

1. Mai - Auftakt nach Maß!

Am ersten Mai angeln gehn heisst meist nicht allein zu sein am Wasser, geschweige denn etwas zu fangen wo X-Köder ins Wasser plumsen. Entgegen dem Rat von 2 Bekannten hab ich mich entschieden den Saisonauftakt mit Hecht zu starten, anstatt mit Salmoniden. Im Nachhinein war es wohl die richtige Entscheidung. Ich legte mich auf einen mittelgroßen Kärntner See mit guter Sichtigkeit des Wassers fest um dort in die Saison zu starten.

Das Angeln begann um 05:30 - mein Köder berührte das Wasser, keine 10 Würfe, schon kam der erste Biss. Ein schätzungsweise 60cm Hecht schüttelte mir nach 5 sekunden meinen mit Schondrillingen versehenen Wobbler durch die Luft. Nunja, was solls, weiter gehts - fängt ja schon mal gut an wenn der Köder seine Wirkung nicht verfehlt. So ging es weiter, eine halbe Stunde später der nächste, aber leider sehr kleine Kanidat - deswegen keine Widerhaken. Abhaken ging flott und weiter gings - Stellenwechsel sowie Köderwechsel. Diesmal durfte der Sebile Stickbait zeigen was er kann - und flog seine Bahnen durch die Lüfte. Einige Würfe später ein recht spektakulärer Biss - der Stickbait ist nämlich dank Stefans Fehlkauf ein Suspender anstatt Sinker welchen ich eigentlich wollte. Dieser Suspender läuft nur 30-50cm unter der Wasseroberfläche - aber er fängt. Ich konnte durch den flachen Lauf des Köders den Biss schön sehen, immer wieder ein Erlebnis. Ein knapp 80cm Hecht wollte es wissen - musste sich aber nach kurzem Drill geschlagen geben und wurde geschwind befreit und releast. Ich war so überglücklich das sich endlich mal wieder ein brauchbarer Hecht zeigte bzw. hängen blieb (letztes Jahr kamen mir einige gute ab) das ich auf das Foto vergessen habe. Weiter gings - die ersten anderen Hechtangler kamen an und versuchten ihr Glück, ich angelte derweil vom Ufer weiter, mehrere Kleine um die 40-60cm konnte ich noch verzeichnen. Es wurde knapp 9 Uhr - der Bootverleih öffnete. Also nix wie hin.

Erstmal Boot aus der Garage - slippen...einladen...die Zeit verstrich, macht nix. Dann endlich am Wasser an eine verheissungsvolle Stelle - ankern - 360 Grad Fächerwurf. Anfasser - hing nicht - paar Würfe weiter - Nachläufer vom gleichen Fisch. Er mag nicht, wen wunderts - die tote Zeit kam. Danach kann man an diesem Gewässer fast die Uhr stellen. Mit nicht allzu tief laufenden Ködern geht dann nichts mehr. Ausserdem war die Bucht schon arg abgefischt von diversen anderen Anglern/Schleppfischern und weiß Gott wem noch. Also mal sehn ob ich mit meiner dafür nicht gerade geeigneten Rute einen Gufi werfen kann, irgendwie flog das Ding - zwar nicht weit aber immerhin. Nach den halbwegs erfolgreichen Wurftests im flachen Wasser steuerte ich das Boot gemächlich an die Krautkante. Mit Krautkante meine ich den Bereich wo die verkrautete Flachwasserzone von etwa 5m in das Freiwasser mündet. Mittlerweile war es 10:45, ich hatte gemütlich gegessen und der Gummifisch wollte geworfen werden. Die Sonne stand hoch und brannte herunter - ich tat die ersten Würfe, genau dorthin wo das Kraut aufhört. Absinken lassen, anjiggen, usw. - ihr kennt das ja. Etwa beim 5 Wurf - Einschlag, Anhieb, wehrt sich - was besseres - so kam es mir zumindest vor. Ich zog hoch, der Fisch zeigte wenig von seiner Kraft. Also Bremse auf, der Hecht in Lauerstellung stand gemütlich Schwanz zum Boot, Kopf Richtung freies Wasser - klarer Fall. Er hing ganz gut, zumindest sah es so aus, also machte ich meiner Meinung nach das einzig richtige - hinter ihm aufs Wasser klopfen um ihn zur Flucht zu animieren. Tja, entweder kannte er das schon oder es war ihm wurscht. Er bewegte sich nicht - tja, also warten, denn total unausgedrillt lande ich keinen Fisch dieser Größe, ob mit oder ohne Kescher. Ich wartete - richtig wars, wie aus dem nichts gab er Vollgas, tauchte ab - das ging alles schön in die Bremse, wehe dem der sie da vorher nicht geöffnet hätte. Wieder hochgeholt hatte er den Haken nun auf einmal vorne rechts sitzen - großer Gufi ohne Stinger - keine gute Wahl...ich erwartete schon das er abkommt. Schüttel schüttel - Haken vorne links. Mein einziges Augenmerk galt nur noch dem Haken. Nur war er jetzt zum Glück müde, ich also Lipgrip rein, Rute weg, und mit 2. Hand rausgehoben. Wunderbar wer hätte das gedacht, ich hatte schon ärgste Befürchtungen. Monoschnur sei dank, mit Geflecht wäre der Haken wohl irgendwo, nur nicht noch im Fischmaul.

Fotos musste ich leider selbst machen. Aber alles klappte tadellos, inklusive dem releasen.



Ein schöner Start in die heimische Saison, mal sehen wie es weiter geht.

Sonntag, 17. Februar 2013

Fuerteventura

Das neue Jahr zog ins Land - und so gings mit Stefan wieder nach Fuerteventura. Diesmal hatten wir unsere Zelte im Süden der Insel aufgeschlagen. Leider machte uns das Wetter bzw. der Wind einen Strich durch die Rechnung. Teils bis zu 5m Wellen machten angeln vom Boot aus unmöglich. Uferangeln wurde zur Qual da bei solch aufgewühltem Wasser keine Fische nahe der Brandung zu finden sind. Ein Barracuda bei Nacht, am Tag der Ankunft im Hafen von Morro Jable sowie ein paar Garfish und ein kleiner Grouper war unsere Ausbeute vom Ufer. 2 Ausfahrten konnten wir dennoch machen - die erste leider auf keinem echten Angelboot. Halbes Boot voller seekranker Touristen inklusive - mehr Platz für mich zum Fischen, aber leider konnte ich trotz intensivster Bemühungen an dem Tag nichts fangen. Hohe Wellen erschwerten das Angeln zusätzlich. Bei der 2. Ausfahrt mit alter Crew (die 2 Spanier vom letzten Urlaub) war alles Paletti, relativ ruhige See und Fänge bzw. Drills wie sie sein müssen. Doppeldrill von Stefan und mir mit Skipjacktunas am leichten Gerät inklusive (15g Wurfgewicht bzw. 7-28g Wurfgewichts Ruten mit je 2500 Shimano Rolle). Da kommt Freude auf. Ebenso konnten wir Barracudas fangen. Sehr schöne Sache, endlich gutes Wetter, richtige Crew sowie uriges Boot und schon klappt es. So macht angeln Spass, hier noch ein paar Bilder vom Urlaub bzw. von den schönen letzten 2 Tagen/Ausfahrten).